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50 Jahre nach dem Eichmann-Prozess – ein Zeichen der Stärke gegen den Holocaust

27/01/2012

Vor 50 Jahren wurde Adolf Eichmann in Jerusalem im vielleicht spektakulärsten Verfahren der Nachkriegszeit der Prozess gemacht. Er endete am 15. Dezember 1961 mit der Verhängung der Todesstrafe. Am 31. Mai 1962 wurde der Cheflogistiker des Holocaust hingerichtet.

Am 11. April 1961 begann in Jerusalem der Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann, einen der Organisatoren des NS-Massenmordes an den europäischen Juden. Als Leiter des „Judenreferats IV B 4“ im Reichssicherheitshauptamt war Eichmann verantwortlich für die Logistik der „Endlösung“: Er stellte die Züge zusammen, in denen die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltpolitik zu den Konzentrationslagern befördert wurden. Ein Schreibtischtäter, ein Bürokrat der Vernichtung, gewiss nicht der Motor der NS-Todesmaschinerie, gleichwohl, wie so viele andere auch, ein Unverzichtbarer: Ohne die massenhafte Mitarbeit von Menschen wie Eichmann hätte der Genozid nicht stattfinden können.

Zeichen setzen

Die israelische Regierung wollte diesen Prozess. Sie ließ Eichmann, der sich in Buenos Aires unter dem Pseudonym Riccardo Klement eine neue Existenz aufgebaut hatte, durch eine Spezialeinheit des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad am 11. Mai 1960 entführen und elf Tage später mit einem Flugzeug der EL Al nach Israel bringen. Ein Exempel der Entschlossenheit und der Wehrhaftigkeit sollte statuiert werden: Nie wieder, so die Botschaft, würden sich Juden wie Lämmer zur Schlachtbank treiben lassen. Israel wollte sich weithin sichtbar als letzte Zuflucht für Juden aus aller Welt präsentieren – und als Staat, der bereit ist, für den Schutz seiner Bürger, falls nötig, auch das Völkerrecht zu brechen.

Dem damaligen Ministerpräsidenten Ben Gurion kam es nicht auf die Strafe, sondern darauf an, „dass der Prozess stattfindet, und zwar hier in Jerusalem“: um ein Zeichen der Stärke zu setzen, um die Weltöffentlichkeit an ihre Pflicht zu erinnern, den einzigen jüdischen Staat der Welt zu unterstützen, und auch um der eigenen Bevölkerung die Augen über den Holocaust zu öffnen. Tatsächlich war bis zu diesem Ereignis der Völkermord an den Juden in Israel weitgehend tabuisiert. Die Mehrheit der Israelis hatte, nicht zuletzt aufgrund einer gezielten zionistischen Erziehungspolitik, bis zum Beginn der Verhandlung keine Ahnung von dem, was in den NS-Vernichtungslagern passiert war. Schlimmer noch: Den überlebenden Opfern der Nazis schlug teilweise sogar Verachtung entgegen: „Warum habt ihr euch nicht gewehrt?“

 

Ein anderes Land

Das alles änderte sich mit dem Prozess, der eine Art Wendepunkt in der Geschichte des 1948 gegründeten Staates markiert. Zum ersten Mal traten vor Gericht Menschen auf, die von ihren Erfahrungen während der Zeit der Verfolgung und der Lagerhaft erzählten. Das Grauen bekam ein Gesicht und eine Sprache. Millionen von Israelis verfolgten an den Radios oder vor den Fernsehern die Verhandlungen und wurden auf diese Weise zu Zeugen der Zeugen.

Acht lange Monate waren Eichmann und der Holocaust das beherrschende Thema und als Eichmann schließlich in allen Anklagepunkten für schuldig befunden und zum Tode verurteilt wurde, hatte das Land sich verändert. Heute ist der Eichmann-Prozess jedem israelischen Abiturienten ein Begriff.

 

Angst und Aufklärung

Die deutsche Regierung wollte den Prozess nicht. Zu groß war ihre Angst davor, dass Eichmann „Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“ belasten könnte, darunter wichtige Regierungsmitglieder wie Hans Globke, unter Konrad Adenauer (CDU) Staatssekretär im Innenministerium und Chef des Bundeskanzleramts, in der Zeit des Nationalsozialismus Kommentator der Nürnberger Rassegesetze. Geheimdienstakten, darunter auch deutsche, die erst 2010 freigegeben wurden, zeigen, dass die deutsche Regierung nicht nur kein Interesse an Eichmanns Ergreifung hatte, sondern diese Ergreifung aktiv behinderte und auch auf das Prozessgeschehen selbst Einfluss zu nehmen versuchte.

Der Prozess fand dennoch statt und löste ein gewaltiges Medienecho aus. Zahllose Journalisten aus aller Welt, darunter auch viele deutsche, berichteten über ihn; Millionen von Menschen wurden dadurch die Augen geöffnet über das Ausmaß des Holocaust – und über die Vielzahl deutscher Mittäter. Nicht nur in Israel, auch in anderen Ländern begann in der Folgezeit, gleichzeitig mit der Verfolgung der Täter, die systematische Erforschung des von den Nazis an den Juden verübten Genozids. In Westdeutschland wuchs das Interesse an Aufklärung ebenfalls, die Zahl der Anklagen stieg deutlich an.

 

Banalität des Bösen

 

Einen veritablen Skandal löste 1963 Hannah Arendts – zwei Jahre später ins Deutsche übersetzte – Buch Eichmann in Jerusalem aus. Als Journalistin hatte sie dem Prozess beigewohnt, ihre Eindrücke und Beobachtungen fasste sie in die berühmte These von der „Banalität des Bösen“: Banal sei nicht etwa das Verbrechen, sondern der Verbrecher. Ein Massenmörder wie Eichmann müsse keineswegs ein monströses Ungeheuer, sondern könne zugleich ein ganz normaler Mensch sein: pflichtbewusster Beamter, liebender Gatte, besorgter Vater. Wahrhaft monströs seien die Gedankenlosigkeit und die gnadenlose Perfektion, mit der Eichmann, der selbst während der Verhandlungen auf „nicht schuldig“ plädierte und alle Verantwortung auf seine Vorgesetzten abschob, als kalter Bürokrat seinen Beitrag zur „Endlösung der Judenfrage“ leistete.

Arendt wurde für diese Charakterisierung und für ihre Kritik an der israelischen Verhandlungsführung heftig angegriffen. Heute wissen wir, dass sowohl der Prozess als auch Eichmanns Verteidigungsstrategie genau kalkulierten Inszenierungsstrategien folgten. Weder war Eichmann jenes kleine Rädchen, das die Verteidiger aus ihm zu machen versuchten, noch war er jene Bestie, die die Anklage in ihm gesehen hat. Arendt hat recht: Eichmann war ein gewöhnlicher Mensch. Ungeheuerlich, beispiellos ungeheuerlich waren seine Taten.

Bernd Mayerhofer
lehrt Politische Philosophie und Theorie an der Hochschule für Politik München.

Copyright: Goethe-Institut e. V., Online-Redaktion
Juli 2011

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online-redaktion@goethe.de

Arendt und die Banalität des Bösen – Video (em alemao e frances)

26/01/2012

Arendt und die Banalität des Bösen

Video. Auf Deutsch und Französisch. En Allemand et Francais.

Was bedeutet eigentlich Erinnerung? – Aleida Assmann im Gespräch

26/01/2012

Im Deutschen unterscheidet man zwischen Erinnerung und Gedächtnis. Während Ersteres im Hinblick auf Kultur und Geschichte das Nachdenken und den Austausch persönlicher Erfahrungen meint, die man durchaus mit anderen teilen kann, versteht man unter Letzterem ein Programm zur Selbstbindung größerer „Wir“-Gruppen, etwa die diversen Rituale, mit denen Nationen ihre Vergangenheit lebendig halten. Eine Begriffsbestimmung von Aleida Assmann.

Frau Professor Assmann, Sie haben sich einen Namen als Koryphäe für Erinnerungs- und Gedächtnisforschung gemacht. Wie sind Sie als Anglistin und Literaturwissenschaftlerin dazu gekommen?

Mein Interesse an der Bedeutung des kulturellen Gedächtnisses ging ursprünglich von Fragen nach der Kultur und ihren Medien aus. In den 1980er-Jahren wurden wir Zeugen der Digitalisierung und damit einer tiefgreifenden Medienrevolution der Schrift. Wie verändert sich das Gedächtnis einer Kultur, wenn sie sich auf ein neues Medium umstellt? Zum selben Zeitpunkt endete in Deutschland die Phase des „kollektiven Beschweigens“. In einer dichten Folge von Jahrestagen und öffentlichen Debatten kehrten die NS-Vergangenheit und der Holocaust ins öffentliche Bewusstsein zurück.

Soziales, kollektives und kulturelles Gedächtnis, Erinnerung und Vergessen, Verdrängen und Verschweigen, Selektieren und Zurechtbiegen – dies sind nur einige der Begriffe, mit denen Sie theoretisch jonglieren. Können Sie uns kurz aufklären, wie man als Individuum und Gesellschaft an all diesen Gedächtnisformen in der Praxis teilhat?

Die neue Gedächtnisforschung begann mit der Einsicht, dass nicht nur Individuen sich erinnern, sondern auch Gruppen, Gesellschaften und Nationen. Erinnern und Vergessen wurden als ein wichtiger Aspekt sowohl des sozialen Zusammenlebens als auch der Politik erkannt. Erinnerung an die gemeinsame Geschichte spielt, wie viele nationale Gedenkanlässe bezeugen, eine große Rolle auch für die politische Zugehörigkeit der Nachgeborenen. Während das individuelle Gedächtnis an die kurze Zeitspanne eines Menschenlebens gebunden ist und mit diesem vergeht, ist das generationenübergreifende kulturelle Langzeitgedächtnis durch Medien, Institutionen und Riten gestützt. Für Individuen wie Kollektive gilt eine ähnliche Logik des Erinnerns: Man hebt die Ereignisse hervor, die die eigene Person aufwerten und ignoriert alles, was ein positives Selbstbild in Frage stellen könnte.

Der Übergang ins 21. Jahrhundert markierte Ihrer Meinung nach einen epochalen Wandel in Bezug auf die Erinnerungskultur. Können Sie rückblickend auf das vergangene Jahrzehnt erläutern, wo sich Veränderungen bemerkbar gemacht haben?

Eine wichtige Verschiebung in der Logik der Erinnerung ergab sich dadurch, dass nicht nur heroische Taten großgeschrieben wurden, sondern auch dem individuellen Leiden Raum gegeben und Verbrechen erinnert wurden, die man lieber vertuscht hätte. Die rückwirkende Anerkennung von Verbrechen und Traumata ist ein wichtiger Faktor geworden, der die Erinnerungslandschaft weltweit grundlegend verändert.

Nun gelten die Deutschen mit ihrem exzessiven Hang zur Bewältigung der NS-Vergangenheit ja vielen als „Weltmeister des Erinnerns“. Könnte die Welt am deutschen Wesen genesen, wenn sie sich diesbezüglich ein Beispiel an uns nehmen würde?

Erfahrungsgemäß lassen sich Staaten nicht von anderen vorschreiben, was und wie sie zu erinnern haben. Man kann in diesem Punkt weniger durch Vorschriften als vielmehr durch Beispiele und Vorbilder erreichen. Das deutsche Modell besteht darin, die selbsterhöhende Logik des Erinnerns auf den Kopf zu stellen und die eigene Schuld ins Zentrum des nationalen Gedächtnisses zu rücken. Das Bekenntnis zu nationaler Schuld bedeutet gerade nicht, wie viele befürchten, eine Befleckung des kollektiven Selbstbildes, sondern schafft die Möglichkeit einer Identitätswende, indem sich eine Nation ausdrücklich von den Verbrechen der eigenen Geschichte distanziert und zu zivilgesellschaftlichen Werten bekennt.

Was die DDR-Vergangenheit betrifft, herrscht dagegen eher „Ostalgie“ vor. Wie kommt es zu dieser merkwürdigen Diskrepanz?

Wir haben es hier mit einer Diskrepanz zwischen sozialem und politischem Gedächtnis zu tun. Während die DDR heute offiziell als Unrechtsstaat verurteilt wird, lebt sie in der Erinnerung der Menschen als wichtige Phase ihrer eigenen Biografie und Identität fort. Die abrupte und pauschale Entwertung eines halben oder ganzen gelebten Lebens führt zum Erinnerungswiderstand, den wir „Ostalgie“ nennen.

Demnächst wird Sie eine Einladung des Goethe-Instituts nach Moskau führen, wo Sie in einer Podiumsdiskussion zum Thema Erinnerungsarbeit auf den russischen Philosophen Nikolai Kopossow treffen. Wie beurteilen Sie die Erinnerungskultur in Russland und was versprechen Sie sich von diesem Gedankenaustausch?

Es ist ein Grundgesetz der Erinnerungsforschung, dass die Rekonstruktion der Vergangenheit unmittelbar abhängig ist von den Interessen und Deutungsrahmen der Gegenwart. Politik, Macht und Erinnerung gehen dabei eine enge Verbindung ein, weshalb diese Prozesse immer von kritischer Reflexion begleitet werden müssen, um sicherzustellen, dass auch die Opfer ihre Geschichte erzählen können und die Werte der Menschenrechte beim Blick in die Vergangenheit und Zukunft respektiert werden.

Russland hat als Siegermacht von 1945 und als Verlierer von 1989 einen komplexen Identitätswandel zu verkraften, der sich unmittelbar in der Umdeutung des Geschichtsbildes und den Erinnerungskoordinaten niederschlägt. Da nationale Erinnerung heute immer weniger selbstbezüglich konstruiert wird, sondern Teil einer transnationalen Beziehungsgeschichte ist, ist die russische Erinnerungskultur für die Geschichte Europas von großer Bedeutung.

Aleida Assmann, Jahrgang 1947, studierte Anglistik und Ägyptologie. 1993 wurde sie an den Lehrstuhl für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft der Universität Konstanz berufen, wo sie sich schwerpunktmäßig der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung widmet.Publikationen von Aleida Assmann zum Thema:Erinnerungsräume: Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, München: C. H. Beck, 4. Auflage 2009, ISBN: 978-3406585326.

Der lange Schatten der Vergangenheit: Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, München: C. H. Beck 2006, ISBN: 978-3406549625.

Roland Detsch
stellte die Fragen. Er arbeitet als Freier Redakteur, Journalist und Autor in Landshut und München.

Copyright: Goethe-Institut e. V., Online-Redaktion
Januar 2011

Revista Cult: Marx, Adorno, Deleuze, Bourdieu, Hannah Arendt, Foucault, Habermas, etc.

14/01/2012
Edição especial da Cult, que já está nas bancas, reúne os filósofos mais críticos ao status quo, de Sartre a Bauman
Como em todo janeiro, a CULT apresenta um dossiê especial mesclando textos inéditos com o que de melhor ela publicou ao longo de seus quase 15 anos de existência. Nesta edição, oito pesos pesados do pensamento alinham-se para compor o dossiê “Filosofia contra o Sistema”: Marx, Adorno, Deleuze, Bourdieu, Hannah Arendt, Zygmunt Bauman, Foucault e Habermas.
Sob diferentes enfoques teóricos –psicanálise, sociologia, economia, comunicação e, claro, filosofia – , eles centram fogo nas questões cruciais que vêm preocupando a humanidade de há muito: desigualdade social, massificação da arte e da cultura, Holocausto, esgarçamento das relações afetivas e também o declínio do espaço público.
Pouco tratados pelas grandes mídias ou, em alguns casos, vistos até com indiferença, esses temas são abordados por renomados professores e especialistas, como Newton Bignotto, da Universidade Federal de Minas Gerais, e Ricardo Musse, da Universidade de São Paulo.
Densos e imprescindíveis, os artigos desta edição oferecem aos leitores da CULT vasto material para reflexão numa época do ano em o país parece se imobilizar –mas não o pensamento.

Pensamento e ação em Hannah Arendt

12/01/2012

Maria de Fátima Simões Francisco

Departamento de Filosofia da Educação e Ciências da Educação – Faculdade de Educação – USP – 05508-900 -São Paulo – SP. Doutoranda no Depto. de Filosofia – FFLCH – USP

RESUMO

Este artigo trata do relacionamento entre pensamento e ação na obra final de Hannah Arendt, A vida do espírito, que se encontra, segundo ela, na origem do conflito entre filosofia e política e teve influência sobre toda a tradição filosófica. Arendt pretende mostrar que essas duas atividades não são por si próprias incompatíveis entre si, como a tradição se esforçou por fazer crer, mas apenas assim se tornaram pelo uso “profissional” que o filósofo faz do pensamento.

Palavras-chave: Pensamento; ação; tradição filosófica.

Para ler o artigo completo, clique aqui.

Hannah Arendt e a Crise

11/01/2012

Esta é a passagem final do livro de Eduardo Jardim - Hannah Arendt – Pensadora da Crise e de um Novo Início, publicado recentemente pela Civilização Brasileira.

Hannah Arendt passou o primeiro semestre de 1955 na Califórnia, onde deu cursos na Universidade de Berkeley. No final de um deles, recorreu a uma conhecida passagem de Nietzsche, do Zaratustra, em que o filósofo afirma, ao referir-se à sua época: “o deserto cresce”. Para Hannah Arendt, o diagnóstico continuava atual. À investigação sobre o totalitarismo, nos anos 1940, seguiu-se o exame do desfecho, na contemporaneidade, da história moderna, em um tempo chamado de sombrio pela filósofa. Este exame indicava que o sentimento de desamparo do mundo experimentado na atualidade não se devia apenas a que não estavam mais disponíveis critérios seguros para dar conta da realidade e nela intervir. Mais grave ainda era o fato de que o próprio mundo perdera estabilidade. A experiência totalitária mostrara que a capacidade de agir dos homens pode ser anulada por um movimento de mobilização total das massas, no qual cada pessoa perde sua individualidade. Neste caso, o mundo, entendido como “tudo que há entre nós”, desaparece. Por outro lado, as modernas sociedades industriais, com a expansão da esfera do labor e a transformação dos bens artificiais produzidos pelo trabalho humano em bens de consumo, são responsáveis pela corrosão do mundo, visto como o conjunto da obra humana.

Em seus livros e artigos, Hannah Arendt não se esquivou de “examinar e suportar o fardo que o nosso século colocou sobre nós”. Nessa medida, foi uma pensadora da crise. Ao mesmo tempo, ao descartar toda perspectiva determinista, entendeu que tudo poderia ter ocorrido de forma diferente. Por essa razão, sua convicção era de que não cabia se vergar ao fardo dos acontecimentos.

Hannah Arendt dedicou-se, com paixão e em várias direções, a explorar caminhos que apontassem para outros cenários, configurados a partir de marcos inaugurais definidos pelo renovado poder de iniciar. Nesta altura, a filosofia em que tinha se formado não foi de muita valia, pois sua força tinha se exaurido, exceto em um único caso – a obra de Agostinho, a que ela dedicara sua tese de doutorado. Na obra do maior pensador da cristandade, encontrou a passagem que serviu de inspiração para a elaboração de um novo conceito de ação, o qual sustentou a compreensão arendtiana da política: “o homem foi criado para que houvesse um começo”.

No esforço de situar e descrever a capacidade humana de iniciar, Hannah Arendt voltou-se também para os homens de ação. O livro Sobre a revolução destacou a importância, nas revoluções modernas, do aparecimento de formas inéditas de organização, os conselhos operários, os quais, diferentemente dos partidos, vivificam o agir político. O livro sugere que é preciso contar a história dessas experiências, para que sua riqueza não se perca no esquecimento.

Também a experiência do juízo, que se manifesta no debate público em que os homens expõem suas opiniões, pareceu-lhe uma possibilidade de resgate do mundo. Sua leitura da Crítica da faculdade do juízo, de Kant, infelizmente inacabada, se orientava para uma aproximação da política e da estética. Hannah Arendt pensava que existem experiências muito intensas nas quais o homem se sente vivo na dimensão privada, como o amor e a fé. No entanto, a existência de um mundo que possa ser reconhecido e partilhado pelos homens depende do exercício do confronto de diferentes perspectivas, por uma pluralidade de espectadores.

Homens em tempos sombrios é uma de suas mais belas obras. Ali retratou algumas destacadas figuras da época, na literatura e na política. No prefácio, de 1968, observou que, mesmo no tempo mais sombrio, tem-se o direito de esperar alguma iluminação, que pode não vir de conceitos ou teorias, mas da luz “incerta, bruxuleante e frequentemente fraca” que alguns homens e mulheres farão brilhar nas circunstâncias da sua época. Um feixe de luz idêntico ao que irradia das figuras de Lessing, Rosa Luxemburgo, o papa João XXIII, Karl Jaspers, Waldemar Gurian, Isak Dinesen, Hermann Broch, Walter Benjamin, Bertolt Brecht, Randall Jarrell, e, na edição brasileira, de Martin Heidegger, também se vê na figura de Hannah Arendt. Ele pode iluminar nossa época, mesmo que nossos olhos estejam tão habituados às sombras ou tão ofuscados pelo brilho excessivo dos apelos publicitários.

*   *   *

A figura e a obra de Hannah Arendt (1906-1975) vêm ganhando, a cada dia, mais destaque no panorama da filosofia e do pensamento político. Hannah Arendt: pensadora da crise e de um novo início apresenta o itinerário da autora em três etapas.

Inicialmente, aborda a investigação feita nos anos 1940 sobre os regimes totalitários, especialmente sobre o nazismo, da qual resultou o livro Origens do totalitarismo (1951). Para Hannah Arendt, a crise política expressa no surgimento dos estados totalitários constitui o último passo de uma série de rupturas que marcou a história moderna.

O segundo tema aqui discutido é a concepção de política da filósofa. Seguindo uma sugestão própria da autora, o livro faz menção, em primeiro lugar, à atitude de desconfiança de tudo o que é público e plural no mundo contemporâneo. Em seguida, discute a visão renovadora da política, baseada na teoria da ação, exposta em A condição humana.

Por fim, é considerado o propósito dos últimos textos de Hannah Arendt de relacionar as atividades espirituais do pensar e do julgar. Isto a conduziu a um tratamento muito singular e positivo do vínculo entre a experiência intelectual – a vida do espírito – e a ação política. Um livro sobre Hannah Arendt não poder deixar de levar em conta aspectos de sua vida e o ambiente que sua obra foi elaborada. Por isso, este trabalho inclui um resumo biográfico dessa grande pensadora e informações relativas à história política da época em que viveu. (Fonte: http://www.historiarecord.com.br/2011/12/hannah-arendt-e-crise.html#.TwlfWJgTvUQ)

Artigo em portugues: Totalitarismo, poder e violência em Hannah Arendt

10/01/2012

Totalitarismo, poder e violência em Hannah Arendt

Bárbara Gonçalves de Araújo Braga

 

Resumo

Este artigo apresenta de que modo o totalitarismo, para Hannah Arendt, demonstrou a insuficiência das categorias políticas tradicionais para uma compreensão do poder como fenômeno eminentemente político, relacionado com a ação, o discurso, a liberdade, a esfera pública e a pluralidade humana. A pergunta pelo sentido político do poder está inserida em uma situação em que a fusão e a confusão entre poder e violência passaram a representar uma efetiva ameaça de destruição do sentido da política.
Texto em portugues. Para fazer o download do texto completo, clique aqui.

Artigo em portugues: Liberdade e politica em o “Ser e o Nada” de Sartre e “Entre o Passado e o Futuro”de Hannah Arendt

09/01/2012

Liberdade e politica em o “Ser e o Nada” de Sartre e “Entre o Passado e o Futuro”de Hannah Arendt

Roberto Carlos Favero (UNISINOS)

 

Resumo

 

Hannah Arendt não está sozinha quando problematiza a liberdade no campo filosófico em pleno século XX. Sartre, também, foi desafiado a se confrontar com os limites e a possibilidade da liberdade dentro da história. Sartre constrói sua própria fenomenologia em O Ser e o Nada de maneira a abrir campo para uma filosofia que é, em primeiro lugar, uma filosofia do fazer, do agir, ou seja, como uma obra que se pretende “fenomenológica” alcança uma idéia de liberdade tão concreta e inseparável de sua facticidade, de seu ser no mundo? Tanto Hannah Arendt como Sartre, se preocupam com a liberdade como questionamento central em seus escritos, bem como revelam a necessidade de resgatá-la e preservá-la, seja para evitar a dominação e a exclusão social, seja para evitar um totalitarismo. Para a intelectual judia, a liberdade, propriamente dita, só pode ser exercitada se inserida no espaço público, especialmente, no espaço político, fato esse cuja inexistência foi a razão da desconfiança da esfera pública.
Em portugues. Para fazer download do texto completo, clique aqui

Lista de torturadores no acervo de Prestes

08/01/2012

Esta lista estará permanentemente disponível neste newsletter no seguinte endereço: http://hannaharendt.wordpress.com/lista-de-torturadores-no-acervo-de-prestes/

Dos papéis de Luiz Carlos Prestes consta um relatório do Comitê de Solidariedade aos Revolucionários do Brasil, de 1976. O documento traz uma lista de 233 torturadores feita por presos políticos em 1975

Alice Melo e Vivi Fernandes de Lima

O acervo pessoal de Luiz Carlos Prestes, que será doado por sua viúva, Maria Prestes, ao Arquivo Nacional, traz entre cartas trocadas com os filhos e a esposa, fotografias e documentos que mostram diferentes momentos da história política do Brasil. Entre eles, o “Relatório da IV Reunião Anual do Comitê de Solidariedade aos Revolucionários do Brasil”, datado de fevereiro de 1976.

Neste período Prestes vivia exilado na União Soviética e, como o documento não revela quem são os membros deste Comitê, não se pode afirmar que o líder comunista tenha participado da elaboração do relatório. De qualquer forma, é curioso encontrá-lo entre seus papéis pessoais.

O documento é dividido em seis capítulos, entre eles estão “Mais desaparecidos”, “Novamente a farsa dos suicídios”, “O braço clandestino da repressão” e “Identificação dos torturadores”, que traz uma lista de 233 militares e policiais acusados de cometer tortura durante a ditadura militar. Esta lista foi elaborada em 1975, por 35 presos políticos que cumpriam pena no Presídio da Justiça Militar Federal. Na ocasião, o documento foi enviado ao presidente da Ordem dos Advogados do Brasil (OAB), Caio Mário da Silva Pereira, mas só foi noticiado pela primeira vez em junho de 1978, no semanário alternativo “Em Tempo”. Segundo o periódico, “na época em que foi escrito, o documento não teve grandes repercussões, apenas alguns jornais resumiram a descrição dos métodos de tortura”. O Major de Infantaria do Exército Carlos Alberto Brilhante Ustra é o primeiro da lista de torturadores, segundo o relatório. A Revista de História tentou ouvi-lo, mas segundo sua esposa, Joseita Ustra, ele foi orientado pelo advogado a não dar entrevista. “Tudo que ele tinha pra dizer está no livro dele”, diz ela, referindo-se à publicação “A verdade sufocada: a história que a esquerda não quer que o Brasil conheça” (Editora Ser, 2010)

A repercussão da lista em 1978

A Revista de Históriaconversou com um jornalista que integrava a equipe do “Em Tempo”. Segundo a fonte – que prefere não ser identificada – a redação tinha um documento datilografado por presos políticos. Era uma “xerox” muito ruim do texto, reproduzido em uma página A4. Buscando obter mais informações sobre o documento, os jornalistas chegaram ao livro “Presos políticos brasileiros: acerca da repressão fascista no Brasil” (Edições Maria Da Fonte, 1976, Portugal). Depois desta lista, o “Em Tempo” publicou mais duas relações de militares acusados de cometerem tortura.

Na época, a tiragem do semanário era de 20 mil exemplares, rapidamente esgotada nas bancas, batendo o recorde do jornal. A publicação fechou o tempo para o jornal, que sofreu naquela semana dois atentados. A sucursal de Curitiba foi invadida e pichada. Na parede, os vândalos deixaram a marca em spray “Os 233”. O outro atentado aconteceu na sucursal de Belo Horizonte: colocaram ácido nas máquinas de escrever. Na capital mineira, a repercussão foi maior porque os militantes de esquerda saíram em protesto a favor do jornal. O próprio “Em Tempo” publicou esses dois casos, com fotos.

Os autores da lista

As assinaturas dos 35 que assumem a autoria também foram publicadas no “Em Tempo”. Hamilton Pereira da Silva é um deles. O poeta – conhecido pelo pseudônimo Pedro Tierra e hoje Secretário de Cultura do Distrito Federal – fez questão de conversar com a Revista de História sobre o assunto, afirmando que a lista não foi fechada em conjunto. Os nomes e funções dos torturadores do documento teriam sido informados pelas vítimas da violência militar em momentos distintos de suas vidas durante o cárcere.

“Essas informações saíam dos presídios por meio de advogados ou familiares. A esquerda brasileira, neste período, não era unida, era formada por vários grupos isolados, que não tinham muito contato entre si por causa da repressão”, conta Tierra. “Quando a lista foi publicada no ‘Em Tempo’, eu já estava em liberdade. Sei que colaborei com dois nomes: o major, hoje reformado, Carlos Alberto Brilhante Ustra, e o capitão Sérgio dos Santos Lima – que torturava os presos enquanto ouvia música clássica”.

Hamilton lembra ainda que, após a publicação da lista no periódico, a direita reagiu violentamente realizando ataques a bomba em bancas de jornal e até uma bomba na OAB, além de ameaças à sede da Associação Brasileira de Imprensa (ABI).

Em 1985, já em tempos de abertura política, a equipe do projeto Brasil: Nunca mais divulgou uma lista de 444 nomes ou codinomes de acusados por presos políticos de serem torturadores. Organizado pela Arquidiocese de São Paulo, o trabalho se baseou em uma pesquisa feita em mais de 600 processos dos arquivos do Superior Tribunal Militar de 1964 a 1979. Os documentos estão digitalizados e disponíveis no site do Grupo Tortura Nunca Mais.

Entre os autores da lista de acusados de tortura feita em 1975, além de Hamilton Pereira da Silva, estão outros ex-presos políticos que também assumem cargos públicos, como José Genoino Neto, ex-presidente do PT e assessor do Ministério da Defesa, e Paulo Vanucchi, ex-ministro dos Direitos Humanos e criador da comissão da verdade. Os outros autores da lista são: Alberto Henrique Becker, Altino Souza Dantas Júnior, André Ota, Antonio André Camargo Guerra, Antonio Neto Barbosa, Antonio Pinheiro Salles, Artur Machado Scavone, Ariston Oliveira Lucena, Aton Fon Filho, Carlos Victor Alves Delamonica, Celso Antunes Horta, César Augusto Teles, Diógenes Sobrosa, Elio Cabral de Souza, Fabio Oascar Marenco dos Santos, Francisco Carlos de Andrade, Francisco Gomes da Silva, Gilberto Berloque, Gilney Amorim Viana,Gregório Mendonça, Jair Borin, Jesus Paredes Soto, José Carlos Giannini, Luiz Vergatti, Manoel Cyrillo de Oliveira Netto, Manoel Porfírio de Souza, Nei Jansen Ferreira Jr., Osvaldo Rocha, Ozeas Duarte de Oliveira, Paulo Radke, Pedro Rocha Filho, Reinaldo Moreno Filho e Roberto Ribeiro Martins.

A seguir, a reprodução de parte do “Relatório do Comitê de Solidariedade aos Revolucionários do Brasil”, com os 233 nomes dos acusados de praticarem tortura direta ou indiretamente:

RELATÓRIO DA IV REUNIÃO ANUAL DO COMTÊ DE SOLIDARIEDADE AOS REVOLUCIONÁRIOS DO BRASIL.

LISTA DE TORTURADORES

  • MAJOR DE INFANTARIA DO EXÉRCITO CARLOS ALBERTO BRILHANTE USTRA, “DR. TIBIRIÇA” – comandante do CODI/DOI (OBAN) no período 1970/74. Atualmente é tenente-coronel na 9ª RN Campo Grande.
  • CAPITÃO DE ARTILHARIA DO EÉRCITO BENONI DE ARRUDA ALBERNAZ – Chefe da Equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN)  no período de 1969/71. Anteriormente serviu no 2º Ccan 90.
  • CAPITÃO DE EXÉRCITO ÍTALO ROLIM – chefe de equipe de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1971. Professor da Fundação Getúlio Vargas. Anteriormente serviu no 4º BI.
  • TENENTE-CORONEL DO EXÉRCITO VALDIR COELHO – comandante do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/70. Posteriormente esteve no comando do BEC de Pindamonhangaba.
  • CAPITÃO DE INTENDÊNCIA DO EXÉRCITO DALMO LUIZ CIRILO, “MAJOR  HERMENEGILDO”, “LICIO”, “GARCIA” – atual comandante do CODI/DOI (OBAN) no período de 69/71. Anteriormente serviu no 4º BI. Estudou, em 1970, no Instituto de História e Geografia da USP.
  • CAPITÃO DE INFNATARIA DO EXÉRCITO MAURÍCIO LOPES LIMA – chefe de equipe de busca e orientador de interrogatórios do CODI/DOI (OBAN). Foi subcomandante deste destacamento no período de 1969/74. Hoje é major.
  • MAJOR DO EXÉRCITO INOCÊNCIO FABRÍCIO BELTRÃO – CODI/DOI (OBAN) em 1969. Desempenhava a tarefa de oficial de ligação entre a 2ª  Seção do Exército e o CODI/DOI. Posteriormente foi Assessor Militar da Secretaria de Segurança Pública de São Paulo.
  • CAPITÃO DE ARTILHARIA  DO EXÉRCITO HOMERO CÉSAR MACHADO – chefe da Equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/1970.
  • CAPITÃO DA POLÍCIA MILITAR DE SÃO PAULO FRANCISCO ANTOINO COUTINHO DA SILVA – equipe de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/70. Atualmente é major. Foi comandante da Polícia Rodoviária do Estado de SP em 1973.
  • TENENTE DA POLÍCIA MILITAR DE SÃO PAULO DEVANIR ANTOINO DE CASTRO QUEIROZ, “BEZERRA” – coordenação das equipes de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1970/1973.  Atualmente é major.
  • SARGENTO DA POLÍCIA MILITAR DE SÃO PAULO BORDINI, “AMERICANO”, “RISADINHA” – Equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/71. Equipe de busca desde 1971.
  • DELEGADO DE POLÍCA OTÁVIO GONÇALVES MOREIRA JUNIOR, “VAREJEIRA”, “OTAVINHO” – delegado do DOEPS/SP comissionado no CODI/DOI (OBAN) desde 1969 até 25 de fevereiro de 1973. Era da coordenação geral das investigações e participava dos interrogatórios. Pertenceu ao Comando de Caça aos Comunistas (CCC) e à Sociedade Brasileira de Defesa da Tradição, Família e Propriedade (TFP).
  • ADERVAL MONTEIRO, “CARIOCA” – Equipe C de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/72. No segundo semestre de 1972 foi transferido para o DEOPS/SP.
  • AGENTE DA POLÍCIA FEDERAL MAURÍCIO JOSÉ DE FREITAS, “LUNGA”, “LUNGARETI” – Equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/71. Carcereiro no período de 1972/74.
  • INVESTIGADOR PAULO ROSA, “PAULO BEXIGA” – Equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/70.
  • INVESTIGADOR PEDRO RAMIRO, “TENENTE RAMIRO” – Equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) desde 1969. Tem uma âncora tatuada num dos braços.
  • DELEGADO DE POLÍCIA DAVI DOS SANTOS ARAÚJO, “CAPITÃO LISBOA” – Equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN)  no período de 1970; em meados de 1971 passou à equipe de busca. Atualmente lotado numa delegacia na zona sul da cidade de São Paulo.
  • DELEGADO DE POLÍCIA ANTONIO VILELA – equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/72.
  • PRIMEIRO TENENTE DO CORPO DE BOMBEIROS DA PM DE SP EDSON FARORO – “BOMBEIRO” – da Equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1970.
  • DELEGADO DE POLÍCIA CLEYDE GAIA – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP desde 1970.
  • DELEGADO DE POLÍCIA ALCIDES SINGILIO – da Delegacia de Ordem Social o DEOPS/SP no período de 1970/75.
  • INVESTIGADOR HENRIQUE PERRONE – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP. Chefe dos Investigadores da equipe do delegado Fleury desde 1969.
  • DELEGADO DE POLÍCIA JOSECYR CUOCO – chefe de equipe de interrogatório da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP desde 1970.
  • DELEGADO DE POLÍCIA EDSEL MAGNOTTI – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP desde 1969.
  • DELEGADO DE POLÍCIA PIRNINIANO PACHECO NETO – da Delegaria de Ordem Social do DEOPS/SP em 1969.
  • DELEGADO DE POLÍCIA RAUL FERREIRA, “PUDIM” – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP no período de 1969/70. É tido como membro do Esquadrão da Morte.
  • ESCRIVÃO AMUEL PEREIRA BORBA – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP no período de 1969/71.
  • INVESTIGADOR AMADOR NAVARRO PARRA, “PARRINHA” – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP no período de 1969/72.
  • INVESTIGADOR JOSÉ CAMPOS CORREA FILHO, “CAMPÃO” – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP em 1969/70. É tido como membro do esquadrão da morte.
  • INVESTIGADOR JOÃO CARLOS TRALLI – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP desde 1969. É tido como membro do esquadrão da morte.
  • INVESTIGADOR ANTONIO LÁZARO CONSTÂNCIA, “LAZINHO” – da Delegacia de Ordem Social do DEOPSSP em 1969. Ex-jogador de futebol profissional.
  • DELEGADO DE POLÍCIA SÉRGIO FERNANDO PARANHOS FLEURY – “COMANDANTE BARRETO” – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP desde 1969. Atualmente é titular dessa delegacia e tido Omo chefe do esquadrão da morte.
  • DELEGADO DE POLÍCIA ERNESTO NILTON DIAS – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP em 1970. É tido como membro do esquadrão da morte.
  • INVESTIGADOR SÁLVIO FERNANDES MONTES – da Delegacia de Ordem Social da DEOPS/SP em 1970. É tido como membro do esquadrão da morte.
  • INVESTIGADOR RUBENS DE SOUZA PACHECO – “PACHEQUINHO” – da Delegacia de Ordem Social em 1969.
  • TENENTE DO EXÉRCITO AGOSTINHO DOS SANTOS NETO – chefe da equipe  de torturas do PIC do Batalhão de Polícia do Exército de São Paulo (BPE/SP) em 1971.
  • SEGUNDO TENENTE DO EXÉRCITO AFONSO MARCONDES – do Serviço Secreto do Exército, Serviu no Quartel de Lins-SP em 1973.
  • DELEGADO DE POLÍCIA RAUL NOGUEIRA, “RAUL CARECA” – Delegado do DEOPS/SP, comissionado no CODI/DOI (OBAN) em 1969. Pertenceu ao CCC.
  • MAJOR DO EXÉRCITO GOMES CARNEIRO – do CODIGE em 1970. Era tenente em 1968, quando serviu no 12º BI (Belo Horizonte – MG).
  • CORONEL DO EXÉRCITO FIÚZA DE CASTRO – Comandante do CODI/GB em 1975. Posteriormente foi Secretário de Segurança Pública do Estado da Guanabara. Atualmente é General.
  • CORONEL DE INFANTARIA DO EXÉRCITO ENY DE OLIVEIRA CASTRO – comandante do 10º BC, em Goiânia em 1972.
  • DELEGADO DE POLÍCIA PEDRO CARLOS SELLIC “MAJOR” – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • INSPETOR NILO HERVELHA, “SILVESTRE” – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • ENERINO DAIXET , “CONFESSÁRIO GALÔ – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • ITACY OLIVEIRA, “MÃO DE FERRO”, “MÃO DE ONÇA” – do DOPS/RS  no período de 1970/72. É investigador.
  • ÊNIO HELICH COELHO, “TIO ÊNIO” – do DOPS/RS no período de 1970/72.                                                                                                                                                                                                             É investigador.
  • INSPETOR OMAR GILBERTO GUEDES FERNANDES – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • IVO SEBASTIÃO FISCHER – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • PAULO ARTUR, “INPETOR EDUARDO” “MANECO” – do DOPS /RS em 1970. Serve a vários outros órgãos repressivos em outros estados.
  • INSPETOR LUIS CARLOS NUNES – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • MAJOR E CAVALARIA DO EXÉRCITO DINALMO DOMINGOS – chefe de equipe de tortura na 7ª Cia. De guardas de Recife em 1964.
  • CAPITÃO DE ARTILHARIA DO EXÉRCITO NISMACK BARACUÍ ANÂNCIO RAMALHO – da 7ª Cia. De guardas do Recife em 1964.
  • INVESTIGADOR LUIS DA SILVA – da Secretaria de Segurança Pública de Pernambuco em 1965.
  • INVESTIGADOR ABÍLIO PEREIRA – da Secretaria de Segurança Pública de Pernambuco em 1965.
  • DELEGADO DE POLÍCIA TACIR MENEZES SIA – do Departamento                       de Vigilância Social (DVS, ex DOPS) em Minas Gerais no período de 1964/70.
  • GENERAL DE DIVISÃO ANTONIO BANDEIRA – do PIC de Brasília no período de 1970/73. Atualmente é comandante da 4ª RM (Juiz de Fora – MG).
  • DELEGADO DE POLÍCIA JOSÉ XAVIER BONFIM – do DPF/GO desde 1964. Atual chefe desse departamento.
  • DELEGADO DE POLÍCIA JESUS FLEURY – do DPF/GO no período de 1964/72.
  • CAPITÃO DE INFANTARIA DO EXÉRCITO SÉRGIO SANTOS LIMA – do 10º BC/GO em 1972.
  • CAPITÃO DA POLÍCIA MILITAR DO PIAUÍ ASTROGILDO PEREIRA SAMPAIO – diretor do DOPS/Piauí no período de 1968/69.
  • CAPITÃO DE ARTILHARIA DO EXÉRCITO ORESTES, “CAPITAO RONALDO”, “FARIA” – chefe da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período 1971/73. Oficial da turma de 1957. Atualmente é major.
  • “EDGAR” – da equipe de análise do CODI/DOI (OBAN) desde 1972. Em 1971 usava o nome de “Capitão André” e participava dos interrogatórios                                                                                                 naquele mesmo destacamento. É capitão do exército.
  • “CRISTOVÃO” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) em 1971.
  • “DR. NEI” – chefe de investigação e análise do CODI/DOI (OBAN) no período de 1972/73.
  • “BISMACK” – da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1972/73. Oficial da Marinha.
  • CAPITÃO CASTILHO – da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/73.
  • “ÁTILA” – chefe da equipe C de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1972.
  • “CAIO”, “ALEMÃO” – chefe da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) em 1971; equipe A de interrogatório no período de 1972/74. É delegado de polícia.
  • “CAPITÃO HOMERO” – chefe da equipe C de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1974.
  • “DOUGLAS” – da equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1974.
  • “GALVÃO” – da equipe de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1974
  • DELEGADO RAUL – da equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/70. Já foi delegado de polícia em São Carlos – SP.
  • ESCRIVÃO DE POLÍCIA CAETA, “NANGABEIRA” – da equipe C de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) desde 1969.
  • “CAPITÃO LISBOA” – chefe da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1971. Não se trata do Delegado Davi dos Santos Araúji, citado anteriormente.
  • “PEDRO”, “DKW” – carcereiro e interrogador do CODI/DOI (OBAN) no período de 1970/71. É soldado da Polícia Militar de São Paulo.
  • SOLDADO DA AERONÁUTICA ROBERTO, “PADRE” – carcereiro do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/71. Posteriormente passou à equipe B de interrogatório desse destacamento, onde permaneceu até 1972. Hoje é cabo. Membro do CCC.
  • “CASADEI”, “NUNEZ”, “ALTAIR” – carcereiro da equipe B do CODI/DOI (OBAN) no período de 1972/ 74.   Em 1971 foi da equipe de busca do mesmo órgão.
  • “DR. JOSÉ” – chefe da equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/74.
  • “JACÓ” – da equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/74. É cabo da Aeronáutica.
  • “ÊNIO”, “MATOS” – da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1971. Em 1972 passou à equipe A de interrogatório, é tenente da PM de São Paulo.
  • “DR. JORGE” – chefe da equipe C de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1972/74.
  • “CAPITÃO PAULO” – chefe da equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1974 foi capitão do exército. Descendente de coreanos.
  • “DUROK” – da equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1974.
  • “CAPITÃO UBIRAJARA” – chefe da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) desde 1972. E capitão do Exército.
  • “TENENTE SAMUEL” – da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1974.
  • “DR. NOBURO”, “KUNG FU” – da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN)  em 1974. É nissei.
  • “CAPITÃO AMACI” – da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de fevereiro de 1971 a fevereiro de 1972.
  • DIRCEU, “JESUS CRISTO”, “JC” – da equipe A de interrogatório do CODI/DOi (OBAN) no período de 1971/72. Anteriormente foi fotógrafo de interrogatório no DEOPS/SP em 1970.
  • SARGENTO DO EXÉRCITO CARLOS “NARIO” – da equipe C do CODI/DOI (OBAN) no período de 1970/74. Em 1971 foi chefe de equipe de busca. Campeão de tiro ao alvo em torneiro militar. É gaucho.
  • “TENENTE FORMIGA” – da equipe C de interrogatório do CODI/DOI (OBAN em 1970/71.
  • SEGUNDO TENENTE DO EXÉRCITO PORTUGAL – do PIC do BPE/SP; comandante interino desse pelotão em 1971.
  • SARGENTO DO EXÉRCITO CHAVES – do PIC do BPE/SP em 1971.
  • “OBERDAN”, “ZÉ BONETINHO” – da equipe C de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) desde 1970. É cearense.
  • SOLDADO DA POLÍCIA MILITAR DE SP MAURÍCIO, “ALEMÃO” – auxiliar de carcereiro e interrogatório da equipe C do CODI/DOI (OBAN) desde 1970. Residia em Osasco/SP.
  • CAPITÃO DA POLÍCIA DE SP TOMAS, “TIBÚRCIO” – da equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/70. Em 1971  passou a coordenador geral das equipes de busca.
  • “PENINHA” – escriturário do CODI/DOI (OBAN) e carcereiro substituto em março de 73.
  • AGENTE DA POLÍCIA FEDERAL AMÉRICO –         comissionado no CODI/DOI (OBAN) em 1969, em equipe de interrogatório. Posteriormente foi chefe de carceragem no DPF/SP.
  • “MARCHAL” – carcereiro da equipe C do CODI/DOI (OBAN) desde 1969.
  • “DR. TOMÉ”, “CAPIVARA”, GAGUINHO” – da equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN)            no período de 1970/74.
  • “CAPITÃO CABRAL” – da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1973. Em 1974 passou para a equipe C.
  • “INDIO” – enfermeiro da equipe B do CODI/DOI (OBAN) no período de 1970/74 . É do exército, e do Estado do Acre.
  •       NARTELI – enfermeiro da equipe A do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/74. É do Exército.
  • “ZORRO” – do DEOPS/SP em 1971. É investigador de polícia.
  • INVESTIGADOR MÁRCIO – do DEOPS/SP em 1971.
  • INVESTIGADOR LUÍZ – do DEOPS/SP em 1971.
  • “FINOS” – do DEOPS/SP em 1971. É investigador de polícia.
  • “CARLINHOS METRALHA” – da equipe de investigadores do delegado Fleury na Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP desde 1969.
  • “GAUCHO” – chefe de investigação (de investigadores) do DEOPS/SP em 1969.
  • CABO DO EXÉRCITO GIL – carcereiro do CODI/DOI (OBAN) em 1970.
  • CORONEL DO EXÉRCITO ZAMICH – comandante do CODI/DGB em 1970.
  • SOLIMAR – do CINEMAR/GB há vários anos. É oficial da Marinha.
  • CABO DO EXÉRCITO LELIS – recrutado para o CODI/GB  quando servia no BPE/GB em 1970. É catarinense.
  • “BAIANO” – investigador do DOPS/GB comissionado no CODI/DOI (OBAN) em 1970.
  • “FLAVIO”, “ROBERTO” – do CODI/GB  em 1970  . Veio para São Paulo em 1973, onde assumiu a chefia do “Grupo Especial” do CODI/DOI (OBAN). Esse grupo acumula as funções de interrogatório, análise, investigação e captura. É capitão do Exército.
  • INVESTIGADOR PIRES – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • “TONIO”, “CATARINA”, “GOURMET” – do DOPS/RS no período de 1970/72. É investigador.
  • INVESTIGADOR CÉSAR “CHISPA” – do DOPS/RS  o período             de 1970/72.
  • INVESTIGADOR CARDOSO, “CARDOSINHO” – do DOPS/RS no período de 1970/73.
  • “CHAPEU” – do DOPS/RS no período de 1970/72. É investigador de polícia.
  • INSPETOR JOAQUIM – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • KELO – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • MAJOR DO EXÉRCITO ÁTILA – do Centro de Informação do Exército (CIEx/RS, atualmente em Brasília).
  • TENENTE DO EXÉRCITO FLEURY – do 3º BEC NEC em Porto Alegre (RS) no período de 1970/72.
  • INVESTIGADOR FELIPE, “BOCO NOCO” – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • CAPITÃO DO EXÉRCITO ORLANDO – do 12º BI em Belo Horizonte (MG) em 1968.
  • INVESTIGADOR FREDERICO – do DVS (ex-DOPS) /MG, no período de 1964/70.
  • ESCRIVAO ARIOVALDO – do DVS (ex-DOPS/MG) em 1968.
  • SARGENTO DO EXÉRCITO ARRAES – do quartel de Lins (SP em 1973).
  • “PIAUI” – do CODI/Brasília em 1972.
  • “BUGRE” – do PIC do BPE/Brasília em 1972. É tenente do Exército.
  • CABO DO EXÉRCITO TORREZAN – do PIC do BPE/Brasília em 1972.
  • CABO DO EÉRCITO CALEGARI – do PIC do BPE/Brasília em 1972.
  • CABO DO EXÉRCITO MARTINS – do PIC do BPE/Brasília em 1972.
  • SARGENTO DA POLÍCIA MILITAR DE GO. NARRA – delegado de polícia em Xambioá (GO) em 1972.
  • MAJOR DO EXÉRCITO OTHON – comandante do PIC do BPE/Brasília em 1972.
  • SARGENTO DO EXÉRCITO VASCONCELOS – do PIC do BPE/Brasília em 1972.
  • SARGENTO  DO EXÉRCITO RIBEIRO – do PBE/Brasília em 1972.
  • CAPITÃO DO EXÉRCITO MADRUGA, “MEIRELES” – do PIC do BPE/Brasília em 1972.
  • CABO DO EXÉRCITO EGON – do PIC do BPE/Brasília em 1972.
  • CAPITÃO PARAQUEDISTA DO EXÉRCITO MAGALHÃES – da Brigada de Páraquedistas do Rio de Janeiro. Encarregado de atividades repressivas na região do Xambioá (GO), em 1972.
  • CABO DO EXÉRCITO NAZARENO – do PIC do BPE/Brasília em 1972.
  • SARGENTO DO EXÉRCITO AVRO – do 10º BC de Goiânia (GO) em 1972.
  • “RUBENS” –  da equipe A de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1972/74.
  • “ROMUALDO” – da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) no período de 1973/74.
  • NALHÃES – do CIEx/RS, com atividades também em outros Estados, no período de 1970/72. É oficial do Exército.
  • “TURCO” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1972/74  e também auxiliar de carceragem. É soldado da Polícia Militar de São Paulo.
  • “SATANÁS” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN)   no período de 1971/72. Também auxiliou nos espancamentos.
  • “SANTANA” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/73. Tambem auxiliava nas torturas.
  • “LEÃO” – chefe da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/72.
  • SOUZA, SOLDADO DA POLÍCIA MILITAR DE SÃO PAULO – auxiliar de carceragem do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/72.
  • SARGENTO DO EXÉRCITO FERRONATO – do quartel de Lins (SP) em 1973.
  • DELEGADO DE POLÍCIA RENATO D’ANDREA – delegado do DOPS/SP comissionado no CODI/DOI (OBAN) desde 1970. Em alguns períodos atua no DEOPS/SP, onde foi chefe de uma equipe de investigadores na Delegacia de Ordem Social. Em outros, atua no CODI/DOI (OBAN), onde atualmente é responsável pelo setor de apreensão de material.
  • DELEGADO DE POLÍCIA FÁBIO LESSA – do DEOPS/SP, no período de 1969/71. Atualmente é Diretor do Presídio para policiais civis detidos, localizada anexo à Penitenciária do Estado de São Paulo.
  • DELEGADO DE POLÍCIA ROBERTO CARDOSO DE MELLD TUCUNDUVA – do DEOPS/SP no período de 1969/70.
  • DELEGADO DE POLÍCIA ROBERTO GUIMARÃES – do DEOPS/SP no período de 1969/71.
  • DELEGADO DE POLÍCIA VALDIR SIMONETI – do DEOPS/SP em 1969.
  • DELEGADO DE POLÍCIA VALTER FERNANDES – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP em 1969.
  • DELEGADO DE POLÍCIA IVANIR DE FREITAS GARCIA – diretor do DEOPS/SP em 1969. Atualmente é deputado federal por São Paulo.
  • DELEGADO DE POLÍCIA LUIZ GONZAGA SANTOS BARBOSA – diretor de carceragem do DEOPS/SP no período de 1970/71. Atualmente diretor da Penitenciária do Estado de São Paulo.
  • DELEGADO BENEDITO NUNES DIAS -  diretor do DEOPS/SP em 1969, foi substituído   por Ivahir de Freita Garcia.
  • DELEGADO DE POLÍCIA DÉCIO NEGDA – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP em 1971. Posteriormente foi preso por corrupção.
  • DELEGADO DE POLÍCIA FAUSTO MADUREIRA PARÁ -              do DEOPS/SP no período de 1971/72.
  • DELEGADO MARANHÃO – do DEOPS/em 1974.
  • DELEGADO DE POLÍCIA ACRA – do DEOPS/SP no período de 1971/72.
  • DELEGADO DE POLÍCIA DAVID HAZAN – do Departamento de Vigilância Social (DVS ex-DOPS) , em Minas Gerais, no período de 1964/72.
  • DELEGADO DE POLÍCIA MARCO AURÉLIO – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • DELEGADO DE POLÍCIA FIRMINO LOPES CARDOSO – do DOPS/RS no período de 1971/72.
  • DELEGADO DE POLÍCIA VALTER – do DOPS/RS no período de 1971/72.
  • DELEGADO DE POLÍCIA CLÁUDIO ROCA – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • INVESTIGADOR ASTORIGE CORREA DE PAULA E SILVA, “CORREINHA” – do DOPS/SP em 1971, onde auxiliava nos interrogatórios. É tido como membro do esquadrão da morte.
  • INVESTIGADOR ADEMAR AUGUSTO DE OLIVEIRA, “FININHO” – do Departamento Estadual de Investigações Criminais (DHIC) de São Paulo. Torturou presos políticos no DEOPS/SP; em 1971, quando lá se encontrava oficialmente preso. É tido como membro do Esquadrão da morte.
  • INVESTIGADOR JULIO CÉSAR RIBEIRO CAMPOS – da delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP, em 1969.
  • ODILON RIBEIRO CAMPOS FILHO – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP em 1969.
  • INVESTIGADOR VENCESLAU SÁ SOBRINHO – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP em 1971, onde desempenhava a função de escrivão. Posteriormente preso por corrupção.
  • INVESTIGADOR MIGUEL JOSÉ OLIVEIRA – da Delegacia de Ordem Social do DEOPS/SP em 1971, onde fazia parte da equipe do delegado Fleury.
  • “GOIANO” – do DEOPS/SP em 1971. É investigador de polícia.
  • “CAIORCA” – chefe dos investigadores do DEOPS/SP a partir de 1970.
  • “ALCEDÍADES” – carcereiro do DEOPS/SP desde 1969.
  • SARMENTO – carcereiro do DEOPS/SP desde 1969.
  • MAURÍLIO – carcereiro do DEOPS/SP no período de 1969/71. Atualmente é guarda da Penitenciária do Estado de São Paulo.
  • DIRCEU – carcereiro do DEOPS/SP desde 1969.
  • ELÓI – carcereiro do DEOPS desde 1970.
  • ADÃO – carcereiro do DEOPS/SP desde 1969.
  • AUGUSTO – carcereiro do DEOPS/SP desde 1970.
  • LEÃO – carcereiro do DEOPS/SP no período de 1970/74.
  • MONTEIRO – do DEOPS/SP em 1974. É investigador.
  • CABO DA PM DE SP SILAS BISPO FECH, “FLECHA” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) até 20 de janeiro de 1972.
  • “SAMUEL”, “SAMUCA”, “BENJAMIN” – carcereiro da equipe do CODI/DOI (OBAN) desde 1974.  Anteriormente foi auxiliar de carceragem. É soldado da Polícia Militar de São Paulo.
  • LIMA – da equipe de análise do CODI/DOI (OBAN) em 1972. É do Exército.
  • FÁBIO – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/72.
  • “RINCO” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/72.
  • SARGENTO DA PM DE SP DULCÍDIO VANDERLEI BOCHILA, “JUIZ” – do CODI/DOI (OBAN) no período de 1972/73, onde exercia a função de escriturário. É juiz de futebol.
  •     CAPITÃO DO EXÉRCITO ROBERTO PONTUSCHLOA FILHO -            do CODI/DOI (OBAN) no período de 1969/70. No segundo semestre de 1971 foi do Conselho Permanente da 2ª Auditoria da 2ª CJN.
  • CAPITÃO DO EXÉRCITO PEDRO IVO MOÉZIA LIMA – responsável pela Secção Administrativa do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/72.
  • PAULO HENRIQUE SAWAIA JUNIOR – da Coordenação do CODI/DOI (OBAN). Arrecadou finanças entre os industriais para a sustentação daquele órgão. Participou de equipes de buscas.
  • DELEGADO CAVALLART – delegado do DEOPS/SP comissionado no CODI/DOI (OBAN) em 1970.
  • “BEÊ JOHNSON” – investigador do DEOPS/SP comissionado no CODI/DOI (OBAN) em 1970.
  • TENENTE LOTT, DA PM DE SP – chefe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/72. Anteriormente foi comandante da guarda de Recolhimento de Presos Tiradentes.
  • SIDNEI – carcereiro do CODI/DOI (OBAN) em 1971.
  • SOLDADO DA PM DE SP, DINIZ, “QUINCAS” – auxiliar de carceragem do CODI/DOI (OBAN)  desde 1970.
  • GABRIEL, SOLDADO DA PM DE SÃO PAULO – auxiliar de carceragem do CODI/DOI (OBAN)  desde 1970.
  • ROSSI, SOLDADO DA PM DE S. PAULO – “Luiz” – auxiliar de carceragem do CODI/DOI (OBAN) desde 1971.
  • SODRÉ, SOLDADO DA PM DE SÃO PAULO – auxiliar de carceragem e torturas no CODI/DOI (OBAN) desde 1971.
  • “MICHURA” – auxiliar de carceragem do CODI/DOI (OBAN) desde 1972.
  • “CHANO” – auxiliar de carceragem do CODI/DOI (OBAN) desde 1972.
  • ABEL, CABO DO EXÉRCITO “FOGUINO”, responsável pelo “rancho” do CODI/DOI (OBAN) em 1971. Em 1972 passou à equipe de busca. É pernambucano de Canhotinho.
  • “MARINHEIRO” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/72.
  • “LOPES” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/73.
  • “BAMBU” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) no período de 1971/73.
  • “SIMAS” – da equipe de busca do CODI/DOI (OBAN) em 1972. É vendedor de livros.
  • “SÍLVIO” – da equipe B de interrogatório no período de 1972/73 no CODI/DOI (OBAN).
  • EDUARDO – da equipe B de interrogatório do CODI/DOI (OBAN) em 1973.
  • DELEGADO DE POLÍCIA LAUDELINO COELHO – diretor do DPF/Ceará no período de 1968/72.
  • AGENTE UBIRATAN LIMA – do DPF/Ceará no período de 1964/70.
  • MAJOR DO EXÉRCITO, DIMIURGO – do CODI/GB em 1970.
  • MAJOR DO EXÉRCITO DALMATURGO – da Brigada de Paraquedistas do Rio de Janeiro, Participou de atividades repressivas na região de Xambioá (GO) em 1972.
  • COMISSIONÁRIO MARIO BORGES – do DOPS/GB em 1970.
  • NELSON SARMENTO – do CINEMAR e DVS (ex-DOPS) MG, desde 1964.
  • SAKAI, SARGENTO DO EXÉRCITO – do PIC do EPE/SP em 1971.
  • ALCIBÍADES, SARGENTO DO EXÉRCITO – do PIC do BPE/SP em 1971.
  • CLÁUDIO – do CINEMAR/GB há vários anos.
  • “DR. CÉSAR” – do CODI/GB em 1972.
  • ESCOLARIC – do DVS (ex-DOPS) MG, no período de 1968/70.
  • MACHADO – do DOPS/RS no período de 1970/72.
  • “FELIPÃO” – do DVS (ex-DOPS/MG) em 1971. É investigador de polícia.
  • “PADRE” – do DPF/SP em 1970.
  • MARCELO, TENENTE DO EXÉRCITO – do 12º RI, em Belo Hirozonte, MG, em 1971.
  • NOGUEIRA, SARGENTO DO EXÉRCITO – do PIC do BPE/Brasília em 1972.
  • THOMPSON, TENENTE DO EXÉRCITO – do 10º BC, em Goiânia, em 1972.
  • ARI, CORONEL DO EXÉRCITO – do BPE/Brasília no período de 1970/72.
  • “CASCAVÉL” – agente do DPF/Goiás, em 1972.
  • “CARAJÁ” – agente do DPF/Goiás, em 1972.
  • “TONHO” – agente do DPF/Goiás, em 1972.

Conversa Cappuccino | Eduardo Jardim (PUC-RJ)

08/01/2012

“A filosofia não fornece um código de comportamento, não tem utilidade, sequer produz um conhecimento, como fazem as ciências. Sua força reside nisso – no fato de valer por si mesma, sem depender de nada mais.”

Quem explica é o filósofo, professor da PUC-RJ, Eduardo Jardim, em entrevista exclusiva (e muito gentil) ao Café História, a última em 2011. Jardim, um dos maiores especialistas brasileiros no pensamento de Hannah Arendt e no modernismo de Mário de Andrade, abordou diversos assuntos na conversa com o Café: sua trajetória na filosofia, a relação entre história e filosofia, o envolvimento do filósofo Martin Heidegger com o nazismo e também sobre o seu novo livro, Hannah Arendt: pensadora da crise e de um novo início, pela “Civilização Brasileira”. Uma entrevista tão instigante e cativante como qualquer boa obra filosófica. Clique abaixo para conferir e, se quiser, deixe seu comentário. Sua participação é muito bem vinda!


CAFÉ HISTÓRIA: Professor, muito obrigado por conversar com o Café História. É um prazer enorme receber um filósofo brasileiro tão importante em nossa rede de historiadores. Começamos o nosso papo falando justamente de filosofia. Desde sua entrada no curso de graduação na PUC-RJ, em 1969, já são mais de 40 anos dedicados à área. Como o senhor avalia essa trajetória? O senhor sempre se interessou pelos mesmos objetos ou eles mudaram com o passar do tempo?

EDUARDO JARDIM: Obrigado pela oportunidade dessa conversa com vocês. Estive sempre em contato com historiadores, tanto no ensino quanto na pesquisa. Fui professor colaborador do programa de pós-graduação em História Social da Cultura, na PUC-Rio, em um momento muito especial de parceria. Ainda este ano, Marcelo Jasmin e eu oferecemos um curso de Filosofia da História para alunos dos departamentos de Filosofia e de História. Em meu próprio trabalho como investigador, recorro sempre aos estudos históricos, e acho que, no caso da minha pesquisa sobre o modernismo no Brasil, faço um exame desse movimento de ideias, do ponto de vista de uma história filosófica.

Meus estudos de filosofia começaram antes mesmo do curso de graduação no IFCS, em 1969. Durante um período de dois anos que passei na Bélgica, de 1966 a 1968, convivi com pós-graduandos em filosofia que se tornaram meus amigos e com quem conversava. Nessa época, quem mais me estimulou a fazer filosofia foi Roberto Machado. Com ele comecei a estudar os grandes textos da tradição filosófica e ele me apresentou ao debate filosófico da época.

Voltei para o Brasil em 1968 – um ano decisivo nas esferas política e cultural. A ditadura tinha se tornado mais repressiva e o ambiente na universidade era extremamente tenso. Ao mesmo tempo, o país vivia a efervescência cultural do tropicalismo, das experimentações no teatro e no cinema. Isto tudo me interessava muito e quis ter uma aproximação mais analítica dessas tendências novas. Foi esse contato muito próximo com as discussões sobre cultura e arte do final dos anos sessenta que me levou a iniciar minhas pesquisas sobre o modernismo. Hoje avalio que aquele foi o último momento de um ciclo cultural da história intelectual brasileira, que tem aproximadamente cem anos, pois começa no final do século XIX e termina nos anos setenta do século XX.

Minha dissertação de mestrado e minha tese de doutorado foram sobre o tema da brasilidade modernista e o papel de destaque de Mário de Andrade na orientação do modernismo. Fiz algumas descobertas que lançaram nova luz sobre o movimento, como o relevo dado à figura de Graça Aranha para a definição da doutrina modernista. Também estabeleci uma nova cronologia do movimento e propus uma divisão do modernismo em duas vertentes – a analítica e a intuitiva. O livro A brasilidade modernista – sua dimensão filosófica, que trata desses assuntos, vai ter nos próximos meses uma nova versão pela editora Móbile, com notas do crítico Eduardo Coelho.

No final dos anos oitenta, o mundo mudou inteiramente. Já nos anos anteriores, ocorriam alterações na ordem mundial. Quando estive em Berlim Oriental, em 1987, com Manoel Salgado Guimarães, notamos que visitávamos um mundo que tinha se acabado. Aos episódios do final dos anos oitenta, seguiu-se uma época de muita perplexidade. Já não se contava com os recursos interpretativos tradicionais, em geral comprometidos com o marxismo, e era difícil pensar por conta própria.

A vida do espírito. A amizade com Alberto Schprejer, então começando a editora Relume Dumará, permitiu que houvesse uma intensa colaboração. Traduções foram feitas, livros publicados, resenhas divulgavam os lançamentos, eventos foram organizados. O registro deste trabalho encontra-se também nas teses orientadas e nos cursos em que discutíamos os textos de Hannah Arendt. Finalmente, foi organizado um seminário para lembrar os vinte e cinco anos da morte da pensadora, em 2000, na PUC-Rio, com a parceria da UFMG.

Investigávamos a obra de Hannah Arendt em duas direções: sua visão da política, que está contida especialmente em A condição humana, e a pesquisa sobre as atividades espirituais, o pensar e o julgar, presente em A vida do espírito. Porém, estas duas direções têm por referência o diagnóstico da crise do mundo contemporâneo que, por sua vez, depende de uma avaliação do curso da história moderna.

Neste ponto, a investigação sobre a obra de Hannah Arendt, que apresenta um exame dos impasses da era moderna, convergiu com minha pesquisa sobre o modernismo. Nos dois livros seguintes sobre Mário de Andrade - Limites do moderno(1999) e A morte do poeta (2005) – descrevi a trajetória do principal autor do nosso modernismo e chamei atenção para os aspectos problemáticos de seu pensamento e para o modo como ele próprio os tratou.

As muitas dificuldades que encontrei na discussão do modernismo, em sentido amplo, me obrigaram a um tratamento mais detalhado do aspecto conceitual. Foi o que procurei fazer em A duas vozes, um ensaio sobre Hannah Arendt e Octavio Paz. O diálogo mostrou que, vindos de contextos diferentes, dois grandes pensadores do século XX, se aproximaram no diagnóstico dos impasses da situação contemporânea e fizeram uma aposta em um novo início. Hannah Arendt – pensadora da crise e de um novo início contém uma apresentação do conjunto da obra da autora e o aprofundamento da discussão do livro anterior.

Hoje, sinto que chegou a hora de voltar ao contexto brasileiro. Meu projeto atual parte dos resultados da pesquisa sobre Mário de Andrade e pretende chegar à conceituação do movimento modernista, no Brasil, como um amplo movimento de ideias, com aproximadamente cem anos.

Como se pode notar, meu percurso de trabalho apresenta um ir e vir entre uma investigação da história cultural brasileira e um tratamento conceitual de temas de filosofia da história e da política.

CAFÉ HISTÓRIA: O francês Luc Ferry, 60 anos, se tornou recentemente uma celebridade internacional. Seu livro Aprender a viver: filosofia para os novos tempos, lançado em 2006, se tornou um verdadeiro best-seller. Foram vendidos quase um milhão de exemplares no mundo, mais de 40.000 deles no Brasil. Professor, na sua opinião, esse fenômeno editorial é um fenômeno isolado ou estamos diante de um interesse popular generalizado por filosofia? E mais: a filosofia está hoje mais próxima ou mais distante do grande público do que, há quarenta anos, quando o senhor começou sua carreira?

EDUARDO JARDIM: Não estou entre os 40.000 leitores do livro no Brasil! Por este motivo, minha resposta vai ser muito genérica. Nem sei se o autor é culpado por este título que lembra mais o de um manual de autoajuda do que de um livro de filosofia. Sim, é normal que em momentos de crise e de insegurança, como os que vivemos hoje, as pessoas busquem uma orientação e recorram a alguma coisa como um arrimo, até mesmo de uma doutrina filosófica. Mas isso não tem nada a ver com filosofia. Muito mais eficientes neste sentido foram os movimentos totalitários que representaram para as massas de habitantes das cidades europeias do primeiro pós-guerra uma saída para suas frustrações. Quem busca uma solução ou quer aprender a viver não vai encontrar nada na filosofia. A filosofia não fornece respostas. Ela é exercício do pensamento, e este tem um caráter muito mais crítico do que construtivo. A filosofia não fornece um código de comportamento, não tem utilidade, sequer produz um conhecimento, como fazem as ciências. Sua força reside nisso – no fato de valer por si mesma, sem depender de nada mais. Heidegger lembrou que uma das imagens de Platão para se referir ao pensamento é a do vento, que é invisível, mas tira tudo do lugar. Por outro lado, é verdade que a vida faz muito mais sentido quando é acompanhada do pensamento. Pensar, além de poder ser a paixão de uma vida, pode intensificar todas as outras paixões.

CAFÉ HISTÓRIA: Historiadores e filósofos dividem os corredores nas universidades, mas muitas vezes acabam dialogando e trocando menos do que poderiam. Em sua opinião, quais são as principais “zonas de aproximação” ou “zonas de contato” entre essas duas áreas?

EDUARDO JARDIM: Prefiro responder a esta pergunta sem me deter muito nas complexas relações entre filosofia e história desde a Antiguidade. Como se sabe, foram relações marcadas por preconceitos da parte dos filósofos. Os filósofos antigos não consideravam a história como matéria digna de atenção, já que o que interessava à filosofia era o Ser e não o mundo do devir, no qual se desdobra o curso da história. Quando, no final do século XVIII, a filosofia voltou-se para a história, foi para impor-lhe uma ordenação filosófica, não para acolhê-la de verdade. Claro que no século XX tudo isso mudou, junto com todo o panorama intelectual, e o tempo, que é o elemento da vida histórica, passou a constituir um assunto filosófico da maior importância. Esta aproximação no âmbito conceitual não se refletiu na vida das instituições de ensino e pesquisa. Nossas universidades são um agregado de faculdades isoladas que buscam a formação específica do estudante de cada área, sem mesmo se dar conta de que a ideia de universidade supõe o contato entre as diversas disciplinas. Claro que esta organização reflete o modo de ser da civilização técnica, na qual o que importa é o rendimento das atividades para a produção de bens determinados. Este cenário tem mudado aos poucos nos últimos anos, inclusive porque hoje são claros os limites desta ótica tecnicista. Sinais dessa mudança já podem ser notados em várias iniciativas. Cursos que acolhem estudantes de história e filosofia são oferecidos, que constituem uma oportunidade para uma troca em pé de igualdade. O historiador tem muito que aproveitar do modo de pensar do filósofo e este tem a atenção despertada para o mundo no contato com os estudos históricos. Uma investigação sobre o tempo e o modo como foi pensado ao longo da tradição deveria envolver as duas disciplinas. Deveria ser o assunto mais importante de um diálogo de historiadores e filósofos.

CAFÉ HISTÓRIA: Professor, o senhor é conhecido principalmente pelos seus trabalhos e estudos sobre Martin Heidegger e Hannah Arendt. Como começou esse duplo interesse?

EDUARDO JARDIM: Meu acesso ao pensamento de Heidegger se deu pelo estudo de Hannah Arendt. Isso não aconteceu apenas comigo, mas também com meus colegas que descobriram a filósofa naquela época. Este contexto condicionou certamente nossa visão da obra de Hannah Arendt e também nossa compreensão de Heidegger. Nem sempre os leitores de Hannah Arendt, sobretudo os que vieram da teoria política, levam em conta a importância de Heidegger na formulação das suas teses. No entanto, A condição humana é um livro que responde a Heidegger. O esforço de situar a experiência política no centro da vida humana reage à desvalorização de toda a esfera pública, tantas vezes expressa na obra de Heidegger, inclusive em Ser e tempo. Hannah Arendt deixou clara sua dívida com Heidegger em uma carta endereçada a ele, na qual declarou ter tido a intenção de dedicar-lhe A condição humana. Afirmou que o livro devia-lhe quase tudo, em todos os aspectos. Também a investigação sobre o pensamento, em A vida do espírito, inspira-se nos textos tardios de Heidegger, especialmente seus escritos sobre Nietzsche. Isso para não mencionar o tom geral da obra, muito próximo daquele de Heidegger em sua visão do mundo contemporâneo. Pelo fato de minha leitura de Heidegger ter sido motivada pelo estudo de Hannah Arendt, chamou sempre minha atenção a potência crítica do pensamento do filósofo para uma abordagem do cenário atual: sua definição da natureza da técnica hoje, o cenário das sociedades de massa e o empobrecimento da experiência de pensar que foi transformada em cálculo. Existem vários textos importantes que aproximam ou contrastam os pensamentos de Heidegger e Hannah Arendt. Lembro do livro de Danna Villa, um autor americano, e, no Brasil, dos vários trabalhos de André Duarte.

CAFÉ HISTÓRIA: Em 1988, o filósofo chileno Victor Farías provocou grande polêmica no meio acadêmico ao publicar o seu livro Heidegger e o Nazismo, no qual denunciava o envolvimento de Heidegger com o Terceiro Reich. Quase 20 anos depois, em 2005, foi a vez do filósofo francês Emmanuel Faye reacender este debate, com o livro Heidegger, l’introduction du nazismo dans la philosophie, que defende a tese de que o comprometimento com o nazismo permeia o pensamento do filósofo alemão. O que o senhor pensa a respeito desses dois livros? Eles contribuem para a compreensão de Heidegger (e a sua filosofia) ou acabam dificultando esta compreensão?

EDUARDO JARDIM: A polêmica suscitada pela adesão de Heidegger ao nazismo em 1933 é bem antiga. Data do pós-guerra e da condenação do filósofo por um tribunal de ocupação. Ela gira em torno de dois pontos: a adesão de Heidegger ao nacional-socialismo, em 1933, e o comprometimento da sua filosofia com as posições nazistas. Este último ponto é difícil de ser sustentado. Hannah Arendt comentou a questão no texto comemorativo dos oitenta anos do filósofo, “Heidegger faz oitenta anos”, publicado na edição brasileira de Homens em tempos sombrios. Ela ficava intrigada com o fato de grandes pensadores, como Platão e Heidegger, quando se ocuparam de política e se inseriram nos afazeres humanos, recorreram a soluções tirânicas. As tiranias modernas foram sempre marcadas por um acentuado voluntarismo. O tema do triunfo da vontade é frequente nos ideólogos do nazismo. Ora, a vontade exerce uma força em sentido contrário ao pensamento, pois este tem por característica o acolhimento ou a aquiescência. Ao longo dos anos trinta, em seu estudo da obra de Nietzsche, Heidegger empreendeu a mais radical elucidação do tema da vontade. Para Hannah Arendt, a raiz desta investigação foi a necessidade de rever sua adesão ao nazismo e, a partir disso, de examinar criticamente, em termos filosóficos, as suas bases. Deste modo, a trajetória do filósofo, em sua maturidade, mostraria um distanciamento das posições filosóficas e políticas adotadas anteriormente. Ao mesmo tempo, como crítica da vontade, ela manifesta o reencontro do filósofo com sua morada – a do pensamento. O alarde que acompanha a publicação de muitos textos sobre “Heidegger e a política” impede a discussão de questões teóricas e políticas, como as que Hannah Arendt levantou em seu texto.

CAFÉ HISTÓRIA: Professor, o senhor acaba de lançar Hannah Arendt: pensadora da crise e de um novo início, pela “Civilização Brasileira”. Conte um mais sobre esse livro? Como surgiu a ideia e qual a sua principal proposta?

EDUARDO JARDIM: Hannah Arendt pensadora da crise e de um novo início pretende reconstituir o caminho do pensamento da filósofa desde os anos quarenta, período da elaboração de Origens do totalitarismo até seus últimos esforços de elaborar uma teoria do juízo. O livro aborda três momentos deste itinerário.

O primeiro descreve o movimento que vai das pesquisas sobre o totalitarismo, que resultaram no livro de 1951, até a consideração da situação de crise geral da modernidade, de que uma das manifestações é o surgimento dos movimentos totalitários, no século XX. Ao contrário do que pensavam os analistas da época, Hannah Arendt mostrou que o totalitarismo não é a exacerbação de alguma forma de autoritarismo, mas um movimento oportunista que só podia vingar com a quebra das instituições políticas tradicionais. Nos anos 1950, a autora expandiu sua visão da crise contemporânea, que teria resultado de uma série de rupturas que começaram no início do século XVII. Seu diagnóstico do mundo contemporâneo, sob este aspecto, é pessimista. O século XX é chamado de “os tempos sombrios”. Os ensaios reunidos em Entre o passado e o futuro (1961) dão conta deste cenário, em seus vários aspectos.

Em seguida, o livro aborda a compreensão de política de Hannah Arendt. Existem vários modos de ter acesso ao pensamento político da autora. Preferi seguir sua sugestão de partir da visão habitual que se tem da política e, por meio do questionamento dos preconceitos que estão contidos nela, chegar a uma concepção positiva do assunto. Destaquei duas direções do pensamento político da filósofa. Inicialmente, considerei o exame do conceito de ação, presente em A condição humana, que destaca esta atividade como distinta de todas as outras – o fazer e o laborar. Este esforço era indispensável para pensar o tema da dignidade da política, já que a ação é a matéria de que é feita a vida política. Em seguida, abordei a noção de liberdade presente em várias passagens da obra da autora, como o ensaio “Que é liberdade?”, de Entre o passado e o futuro. Para Hannah Arendt, a liberdade é a razão de ser da política. Por este motivo, ele precisou sublinhar sua dimensão política, em um movimento na contramão de uma longa tradição que remonta a Agostinho, que associava a liberdade à vontade individual.

Por último, o livro trata dos assuntos que interessaram Hannah Arendt nos últimos dez anos de vida – as atividades espirituais do homem. Dei importância, em especial, à abordagem das atividades de pensar e de julgar. Procurei indicar que existe uma relação de complementaridade entre estas duas atividades. O pensamento prepara o caminho para o juízo. Ele tem um caráter destrutivo, ao por em questão os preconceitos e hábitos mentais. Nesta medida, ele é fator de instabilidade do nosso estar no mundo e elimina nossas certezas e referências. O juízo vem em seguida. Ele expressa um movimento de aproximação das coisas, ao percorrer um caminho aberto pelo pensamento. Neste momento, o mundo aparece em sua integridade, não mais visto pelo viés de nossos interesses.

Claro que expus, aqui, de forma muito esquemática a trajetória do pensamento de Hannah Arendt. Espero que a leitura do livro convide a considerar toda a sua complexidade.

CAFÉ HISTÓRIA: O subtítulo “pensadora da crise e de um novo início” é bastante curioso e instigante. Qual seria esta “crise” e qual seria “este novo início”. São dois conceitos que se relacionam?

EDUARDO JARDIM: Certamente, são conceitos que se relacionam. Já mencionei que Hannah Arendt iniciou sua obra com o exame do totalitarismo, o qual a conduziu ao diagnóstico amplo da situação contemporânea. Esta é atravessada por uma crise profunda da própria civilização do Ocidente. De algum modo, outros autores já tinham notado esta situação, a começar por Nietzsche, que, no final do século XIX, situou no centro de sua filosofia o tema da morte de Deus. A morte de Deus anunciada por ele não é apenas a do deus cristão, mas significa a falência de todos os valores cultivados na história do Ocidente. Outros pensadores próximos de Hannah Arendt, como Heidegger e Walter Benjamin, pensavam coisas muito parecidas. Estes autores, ao mesmo tempo em que viram nos tempos atuais as marcas da crise, imaginaram que, ao fim deste percurso, anunciava-se, também, uma nova aurora – para usar mais uma expressão de Nietzsche. O ocaso da tradição, a seu ver, tem também um aspecto libertador, não apenas no sentido de que hoje seria possível pensar de forma livre e desimpedida todas as questões, mas de que novas e surpreendentes formas de experiência seriam exploradas. Ao longo de sua obra, Hannah Arendt pesquisou estas possibilidades. Em meu livro, procurei acompanhá-la nesta busca, nem sempre bem sucedida. Pode-se reconhecer com ela o fato de que não estamos mais presos aos preconceitos tradicionais e, por este motivo, temos acesso de forma mais livre à realidade, ao menos pelo pensamento. Mas teremos que perguntar se, no âmbito político, já somos capazes de vivenciar a radical liberdade na qual apostou Hannah Arendt e que seria a razão mesma da política. Quanto a isso, temos muitos sinais negativos. Sobre a revolução, que narra a história das revoluções modernas, livro de importância central para todos e não apenas para o especialista, expressa a suspeita de que talvez tenhamos perdido o ”tesouro das revoluções”. Perdemos com isso, também, nossa capacidade de agir e de iniciar processos? Este é um assunto a ser explorado a partir das sugestões de Hannah Arendt.

CAFÉ HISTÓRIA: Neste seu novo livro, o senhor afirma que as obras dos grandes pensadores não devem ser compreendidas sem que se considere o contexto em que surgiram, no qual suas motivações estão localizadas. Seria este um dos principais pontos de contato entre história e filosofia?

EDUARDO JARDIM: Com certeza. Esta é uma tese com um sentido geral que Hannah Arendt, sem dúvida, endossaria. Assim, ela mostrou que a motivação do pensamento político de Platão – a primeira filosofia política que se conhece – consiste no fato de ele ter sabido do julgamento e da morte de seu mestre Sócrates, condenado pelas leis da cidade. Platão reagiu a isso com a proposta de uma concepção extremamente autoritária da política, na qual idealiza a existência de um estado que tem por governante o filósofo. Esta tese é também importante para se avaliar a própria filosofia de Hannah Arendt. Para ela, começa-se a pensar a partir de situações específicas, para se enfrentar, no plano da vida do espírito, desafios concretos. O pensamento responde ao que ocorre conosco no mundo. Diversas vezes Hannah Arendt mencionou a dimensão de reconciliação presente na atividade de pensar. O pensamento permite superar a estranheza que sentimos no mundo e nos sentir nele como em uma morada. Não é difícil imaginar as bases biográficas dessa tese. O choque provocado pelo conhecimento dos campos de concentração explica a elaboração de Origens do totalitarismo. Hannah Arendt dizia, secundando uma autora que ela admirava – Karen Blixen – que todas as mágoas são suportáveis quando contamos uma história a seu respeito. Este não é o propósito do pensamento, já que não se trata de uma atividade com um objetivo definido. Mas, mas pode ser como seu efeito secundário, de suma importância. O pensamento parte da experiência concreta e afasta-se dela no mundo do espírito. A imaginação permite reapresentar a realidade em uma dimensão ideal. Em seguida, o juízo reconduz a atenção de novo para os fenômenos singulares e podemos alcançar sua compreensão. Esta descrição, ainda simplista, serve para chamar a atenção para o fato de que as atividades do espírito não correspondem, mas respondem às nossas experiências, e de que são elas que permitem dotar de significado nosso estar no mundo.

CAFÉ HISTÓRIA: Professor, é sempre muito difícil definir o pensamento de Hannah Arendt, sobretudo em categorias limitadas e ultrapassadas, como “esquerda” e “direita”. Essa impossibilidade de “etiquetação” política/intelectual de Arendt pode ser vista como a origem de muitas críticas feitas aos trabalhos da filosofa?

EDUARDO JARDIM: Pode-se tomar a concepção de Hannah Arendt de liberdade para ilustrar sua distância tanto das posições liberais quanto do ponto de vista da esquerda. Nos anos cinquenta, período em que a filósofa elaborou a parte mais importante de sua obra sobre política, a perspectiva predominante no ambiente em que vivia era a do liberalismo. Isto se explica pelo fato de que o totalitarismo ainda estava presente, (o bloco soviético era coeso), e era visto como uma ameaça pelos governos ocidentais. O totalitarismo era identificado com a inflação do estado, que se expandia e ameaçava todas as formas de liberdade. Como reação a esta ameaça, o ponto de vista liberal, com sua concepção de liberdade negativa, ganhou grande importância. Qual era esse conceito? O liberalismo afirmava que era preciso defender o livre exercício das atividades privadas da intromissão do estado. Para o liberal, liberdade significava ausência de constrangimentos, tal como já pensava Hobbes. Nesta medida, trata-se de uma concepção negativa de liberdade. No outro lado do espectro político, a esquerda defendia uma concepção positiva. A liberdade se realizaria como uma conquista efetivada no curso da história. E essa conquista pode ser tanto a supressão das diferenças de classes, como o bem estar da humanidade, ou qualquer outra finalidade histórica. Hannah Arendt não se identificava com nenhuma das duas posições e, por este motivo, foi criticada pelos dois lados. Não se identificava com o ponto de vista liberal, pois sempre defendeu que a liberdade tem conteúdo, a própria vida política, que precisa a cada passo ser exercitada. Também não se identificava com a esquerda, pois acreditava que a vida política, por ser livre, não pode ser condicionada por nenhuma meta. As cobranças atualmente vêm muito mais dos setores de esquerda, que denunciam a ausência de preocupação com o social na definição, por Hannah Arendt, do conceito de liberdade. Ela certamente manteria sua tese da irredutibilidade da dimensão política ao social. A questão social, por mais premente, não pode se impor como critério da vida política, com o risco de perder-se seu estatuto próprio. Esta foi, aliás, a lição tirada por Hannah Arendt do exame da Revolução francesa, em Sobre a revolução.

CAFÉ HISTÓRIA: Eichmann em Jerusalém: um relato sobre a banalidade do mal foi, talvez, um dos livros da Hannah Arendt que mais teve impacto no mundo do pós-guerra. Ele pode ter inaugurado uma nova forma de olhar para o holocausto e para os criminosos de guerra. O senhor concorda com isso?

EDUARDO JARDIM: Hannah Arendt foi envolvida em enorme polêmica com a publicação de Eichmann em Jerusalém, em 1963. Isto se deveu às interpretações do subtítulo do livro: Um relato sobre a banalidade do mal. Muitos entenderam que a autora estaria afirmando que os crimes cometidos pelo nazista eram banais. Porém, a leitura do livro indica que os atos de Eichmann não eram profundos, não se baseavam em uma ideologia ou no ódio aos judeus. Ele apenas executava as ordens que recebia, sem ser capaz de questioná-las. Hannah Arendt ficou intrigada ao notar que o oficial nazista era incapaz de refletir e, portanto, de julgar as ordens recebidas. Ela levantou, então, uma hipótese a respeito da existência de um vínculo entre a incapacidade de pensar e cometer o mal. Indagou: haverá na própria atividade de pensar alguma coisa que previne de fazer o mal? A novidade da interpretação de Hannah Arendt consistiu em mostrar que, no contexto totalitário, o terror pode não resultar de uma decisão consciente, tomada com base numa motivação ideológica, mas consistir apenas na reprodução automática do sistema. Isto fez com que Hannah Arendt tivesse que rever teses centrais de Origens do totalitarismo, e a considerar uma nova forma de violência, presente nos totalitarismos, que não apresenta uma dimensão instrumental. O terror totalitário “não serve” para nada, ele apenas acelera a reprodução do sistema.

CAFÉ HISTÓRIA: Professor, foi um enorme prazer realizar esta entrevista. Muito obrigado pela gentileza de conversar com o Café História. Esta é nossa última entrevista em 2011. Que mensagem o senhor poderia de enviar para os mais de 40 mil participantes da rede?

Eduardo Jardim: Seria preciso comentar ainda muitos pontos da obra de Hannah Arendt e considerar sua pertinência para se refletir sobre a realidade atual. Uma coisa é certa: a mais importante lição da leitura de seus livros é que eles nos ensinam a pensar. Hannah Arendt dizia que era importante pensar “sem corrimão”, sem as amarras que prendem às concepções já desgastadas. Ela gostava de citar o comentário crítico de Nietzsche de que é da alçada do desenvolvimento da ciência dissolver o “conhecido” no desconhecido, mas que geralmente os cientistas fazem justo o oposto e reduzem o desconhecido a algo que já é conhecido. É preciso estar atento a esta lição!

Fonte: Cafe Historia: http://cafehistoria.ning.com/profiles/blogs/arquivo-conversa-cappuccino-eduardo-jardim-puc-rj?xg_source=msg_mes_network

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